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Werbemittel bedrucken: Der lange Weg vom Kartoffeldruck zu ihren individualisierten Werbemitteln

Geschrieben am 20. Juni 2017 von Nadja Reineke

kartoffeldruck

Heute druckt nahezu Jeder von uns in seinen eigenen vier Wänden ganz alleine durch einen simplen Klick mit der Maus. Doch die Möglichkeit Texte „in der Hand zu halten“, war noch nie so einfach wie heute. Die Gegenstände, die wir mittlerweile bedrucken können gleichen nahezu einer grenzenlosen Vielfalt. Ob Kugelschreiber, Schlüsselanhänger, Kopfhörer, Kleidung oder Trendsetter wie Fidget Spinner, Smartphone Cases o.ä. – wir können Ihre Werbemittel bedrucken, alles nach Kunden-Vorstellungen, mit Logos, Bildern, langen oder kurzen Ansprachen.

Auch das Drucken eigener brauchbarer Gegenstände mittels 3-D-Druck wird in Zukunft die Medizin- und Raumfahrttechnik innovativ weiterentwickeln und die Druckverfahren wertbringend verändern. Inzwischen erobert sogar der 4-D-Druck mit Produkten, die sich verändern können, seinen Meilenstein in der Druck-Geschichte.

Bereits im 7. Jahrhundert startet die Entwicklung des Drucks in Europa mit dem sogenannten Holzdruck. Dabei wurden einfach Buchstaben, Zahlen oder Zeichen in einen Holzblock geschnitzt, mit Farbe versetzt und anschließend auf Papier gebracht. Das Ganze ist vergleichbar mit dem Kartoffeldruck aus den alten Grundschulzeiten.

Die Geschichte des Buchdrucks lässt sich bis zu ihrem Ursprung nach Ostasien, Babylon und Rom rekonstruieren. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde erstmalig ein maschinenbetriebenes Drucksystem von Johannes Gutenberg entwickelt. Durch den Mobilletterdruck, mit beweglichen Buchstaben, Zahlen und Zeichen, konnte die Produktion von Büchern neue Dimensionen erreichen. Deshalb stieg die Anzahl der gedruckten Bücher von ca. 20 Millionen im 15. Jahrhundert auf 300 Millionen im 16. Jahrhundert an.

Bis ins 19. Jahrhundert wurden hauptsächlich Flachdruckverfahren, die aus der Weinkelterei oder Papierherstellung bekannt waren, verwendet. 1806 wurde die erste Maschine zur Kopie von Texten verwendet, wodurch es möglich war hohe Auflagen von Dokumenten zu drucken. Seit 1907 mit Erfindung des Offsetdrucks konnten  erstmalig neue Materialien, wie Folien und Bleche bedruckt werden.

Seit den 1980er Jahren werden die ersten Nadeldrucker für den Büro-Alltag und den privaten Gebrauch genutzt. Es folgen weiterentwickelte Modelle, wie Laser- und Tintenstrahldrucker, die sich mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet haben. Wir besitzen mittlerweile Multifunktionsgeräte zum Drucken, Scannen und Faxen, die sogar für eine kabellose Datenübertragung der Druckinformationen ermöglichen.

Für den Ressourcenschutz, den Erhalt der Umwelt und die Schonung der menschlichen Gesundheit wird die Druck-Technik stetig weiterentwickelt. Neue Geräte benötigen weniger Strom, Tinte bzw. Tonerpulver. Seit dem 21. Jahrhundert werden Daten immer mehr auf digitalen Wegen verbreitet und auf mobilen Geräten gelesen. Auch das Online –Marketing hat enorm an Bedeutung gewonnen. Trotzdem lebt ein modernes Marketing-Konzept nach wie vor von haptischen individuellen und innovativen Werbeartikeln und Give-Aways. Die multidimensionale Ansprache der Kunden beeinflusst deren Einstellungen und ihr Kaufverhalten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen kurz erläutern, welche Druckverfahren, -techniken und –arten es heutzutage gibt und für welche ihrer Werbeartikel sie sich am besten eignen.

Zuerst lassen sich die vier Druckverfahren: Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck und Durchdruck unterscheiden.

buchdruck

Der Hochdruck zählt zu den wohl bekanntesten Druckverfahren und gleicht dem altbekannten Beispiel des Buchdrucks. Dabei sind die druckenden Stellen hervorgehoben und der Abdruck entsteht durch die erhöhten Druckflächen. Ein Beispiel für den Hochdruck ist die Flexodrucktechnik. Der Flexodruck lässt sich extrem vielseitig einsetzen. Besonders geeignet für diese Drucktechnik sind fast alle flexiblen Bedruckstoffe, wie Verpackungsmaterialien, z.B. Tragetaschen, Kouverts oder Kartonschachteln. Das Druckverfahren ist besonders schnell, da die dünnflüssige Tinte sehr schnell trocknet. Außerdem sind keine umfangreichen Vorarbeiten notwendig und spontane Änderungen lassen sich schnell und einfach umsetzen.

gravur-tiefdruck

Der Tiefdruck ist im Allgemeinen die Umkehrung des Hochdruckverfahrens. Im Tiefdruck werden die zu druckenden Stellen vertieft und bilden sog. Näpfchen, die mit Farbe gefüllt und anschließend auf das Druckobjekt gegeben werden. Ein Beispiel dafür ist die Lasergravur. Diese eignet sich in erster Linie für harte Materialien und Schriftzüge oder Zeichen und Logos. Besonders positiv ist die ausgesprochene lange Haltbarkeit von Gravuren (kein Abfärben, Abnutzen etc.)

lithographie

 

Der Abdruck des Flachdrucks bildet keine Höhenunterschiede. Die zu druckenden Stellen und die nicht zu druckenden Stellen liegen auf derselben Ebene. Ein Beispiel hierfür ist der Offsetdruck. Der Offsetdruck eignet sich wie der Hochdruck für einige Bedruckstoffe. Hierzu zählen Papier, Karton, Glas und Keramik, Bleche und technische Medien, wie bspw. DVDs.

siebdruck

Im Druckverfahren des Durchdrucks liegen die zu druckenden Stellen in den Ausschnitten einer Schablone oder in den unverklebten Bereichen eines Kunststoffgewebes, wodurch die Farbe aufgetragen wird. Ein Beispiel hierfür ist der Siebdruck.

digitaldruck

Neuerdings zählt der moderne Digitaldruck zum fünften Druckverfahren. Hierbei werden die digitalen Druckdaten des Computers direkt von den Druckergeräten verarbeitet. Damit können gemäß dem One-Piece-Flow-Prinzip einzelne Werbeartikel verschieden bedruckt werden. Dieses Verfahren ist besonders nützlich für kleine Auflagen und individualisierte Mailings. Die Daten lassen sich einfach und schnell anpassen und verändern.

Viel Spaß bei den neuen Druckaufträgen – Jetzt wissen wir wo die ganze Technik herkommt! 🙂

Siebdruck, Tampondruck, Laserung oder Prägung? Zur Beschreibung einiger durch C4 angewandter Drucktechniken.